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Deutscher Schulbuchpreis 2016 für "philo"

Martina und Jörg Peters, die beide im Bereich GyGe als Fachleiter für Philosophie und Kernseminarleiter tätig sind, haben mit ihrem  Unterrichtswerk "philo" den begehrten Deutschen Schulbuchpreis 2016  gewonnen.

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Das Besondere dieser Auszeichnung besteht darin, dass das Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung in Braunschweig und die Bundeszentrale für politische Bildung diesen Preis nur alle drei Jahre an ein Schulbuch der Sekundarstufe II vergeben. Und: Mit "philo“ ist zum ersten Mal überhaupt ein Philosophie-Schulbuch ausgezeichnet worden. Unsere beiden Fachleiter und ihre drei Mitstreiter, Bernd Rolf (ehemaliger Fachleiter für Philosophie in Kleve), Klaus Draken (ZfsL Solingen) und Matthias Gillissen (ZfsL Rheine), konnten die Ehrung bereits am 18. März auf der Buchmesse in Leipzig entgegennehmen.

Warum "philo“ zum Schulbuch des Jahres gekürt worden ist, geht aus der von Prof. Ingo Juchler von der Universität Potsdam gehaltenen Laudatio hervor:

„Dass Philosophie nicht nur Arbeit am Begriff, sondern tatsächlich ein intellektuelles Vergnügen sein kann, das ermöglicht das Schulbuch "philo". Und dieses Vergnügen ist mit reichlich Erkenntnisgewinn gepaart.

Dabei erfüllt "philo" zum einen sämtliche formalen Kriterien, die ein gutes Schulbuch aufweisen muss – die Vorgaben des neuen Kernlehrplans der gymnasialen Oberstufe in NRW finden adäquat Berücksichtigung und der Kompetenzorientierung wird konsequent nachgegangen.

Aber vor allem: Dieses Philosophiebuch spricht durch seine inhaltliche Gestaltung die Schülerinnen und Schüler mit ihren "philosophischen" Fragen direkt an. Und bietet für diese Fragen keine vorgefertigten Antworten, sondern inspiriert zum selbständigen Nachdenken.

Damit tappt "philo" nicht in die Falle, in der sich so viele Lehrwerke finden lassen, die ihr Augenmerk auf die bloße Vermittlung von "Wissen" richten.

Um „Wissen" geht es in "philo" auch. Doch dieses Wissen entsteht bei den Schülerinnen und Schülern in der eigenständigen Reflektion philosophischer Gegenstände, die in diesem Schulbuch äußerst kenntnisreich und in der gebotenen fachlichen Differenzierung präsentiert werden.

Zur selbstständigen Auseinandersetzung mit philosophischen Fragen regt "philo" die Lernenden durch die Vielfalt der vorgestellten Methoden an. Diese Methoden werden dankenswerter Weise im Anhang des Schulbuchs nochmals im Überblick dargestellt. Darüber hinaus wird mit schülernahen Medien gearbeitet. So eröffnet beispielsweise die Beschäftigung mit dem Film "Club der toten Dichter" einen mehrdimensionalen Zugang zum Thema "Bildung zum Menschen". Und zur Frage "Was heißt es, moralisch zu sein?" wird den Lernenden angeboten, sich mit Michael Sandels Vorlesung What Money Can't Buy bei Youtube auseinanderzusetzen.

Schließlich sind hier die in "philo" enthaltenen Anregungen für Exkursionen hervorzuheben. Der Besuch von außerschulischen Lernorten wird zwar in den Lehr- und Bildungsplänen aller Bundesländer vielfach gefordert. Doch die Umsetzung dieser didaktisch sehr sinnvollen Maßnahme erfolgt hierzulande doch noch eher zurückhaltend. Umso erfreulicher ist es, dass in "philo" sehr anregende Vorschläge für Exkursionen gemacht werden, die zugleich mit konkreten Untersuchungsfragen verbunden sind. So wird etwa vorgeschlagen zum Thema "Mensch und Tier im Vergleich" das Affenhaus im Zoo zu besuchen und entsprechende Beobachtungen anzustellen.

"Erkenne dich selbst". Mit dieser Inschrift über dem Tempel von Delphi setzt das Lehrwerk ein, um an das Thema "Eigenarten philosophischen Fragens und Denkens" heranzuführen. "philo" eignet sich in bestechender Weise für die Beschäftigung mit philosophischen Gegenständen, weshalb die Schülerinnen und Schüler mit "philo" tatsächlich diesem Anspruch nach Selbsterkenntnis näherkommen können. Struktur und Inhalt dieses Lehrwerks sind so gestaltet, dass die Urteilskompetenz und die Handlungskompetenz der Lernenden zu philosophischen Themen in herausragender Weise gefördert werden.“

 

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