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"Gemeinsam gegen das Vergessen" - Referendare des ZfsL Kleve treffen Zeitzeugin Eva Weyl

Eine besondere Begegnung fand für die neuen Referendarinnen und Referendare des Seminars Gymnasium/Gesamtschule am 18. Januar in Kleve statt.

Trotz des Orkantiefs Friederike konnte Seminarleiterin Wendi Scheffler 40 angehende LehrerInnen begrüßen, die sich eingefunden hatten, um die Zeitzeugin Eva Weyl zu treffen und die Arbeit „gegen das Vergessen“ am ZfsL Kleve kennenzulernen.

Schon seit vielen Jahren organisieren Anja Brolle (Fachleiterin für Geschichte) und Christian Brauers (Fachleiter für Sozialwissenschaften) gemeinsam mit vielen KollegInnen im Rahmen der Klever Lehrerausbildung Veranstaltungen, Zeitzeugengespräche, Gedenkstättenbesuche und Studienfahrten „gegen das Vergessen“, um die Erinnerung an den Holocaust und die Schrecken des Nationalsozialismus lebendig zu halten.

Junge Lehrerinnen und Lehrer erhalten über diesen Weg zahlreiche Anregungen, um sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit über die Ausbildung in Kleve hinaus in diesem Bereich zu engagieren.

Maßgeblich unterstützt werden sie dabei von Eva Weyl, deren Familie ursprünglich in Kleve wohnte, ehe sie vor den Nazis in die Niederlande flüchtete und schließlich im Konzentrationslager Westerbork bei Groningen interniert wurde.

Immer wieder und unermüdlich macht sich die 82jährige von Amsterdam, ihrem jetzigen Wohnort, auf den Weg, um vor Schülerinnen und Schülern im Ausbildungsbezirk des ZfsL Kleve zu sprechen. Dabei erreichte sie bis zum heutigen Tag tausende von SchülerInnen der Region und knüpfte zahlreiche Kontakte zu LehrerInnen, die sich wiederum engagiert für das Lebensthema von Eva Weyl einsetzen, so „dass Auschwitz sich nicht wiederhole“.

Und so nutzte Frau Weyl die Gelegenheit sich im ZfsL Kleve den neuen LehrerInnen am Seminar vorzustellen. „Ich freue mich sehr hier zu sein und hoffe, dass wir uns schon bald zu einer Veranstaltung an Ihrer Schule wiedersehen!“, betonte sie in ihrem Beitrag. Neben ihrer Lebensgeschichte thematisierte sie ihre Erfahrungen an den Schulen und verwies darauf, wie einfach man mit ihr in Kontakt treten könne, um eine solche Zeitzeugenbegegnung zu organisieren. „Hier ist meine Visitenkarte: Rufen Sie mich an, schreiben Sie mir eine Mail, wir suchen nach einem Termin und dann komme ich vorbei!“ – So ermunterte die lebensfrohe Dame die ReferendarInnen aktiv zu werden und ihre Geschichte in die Schulen zu tragen. Für dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement wurde Frau Weyl jüngst mit dem Bundesverdienstkreuz in Den Haag ausgezeichnet.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildeten die Informationen zu weiteren Aktionen „gegen das Vergessen“: So informierten Anja Brolle und Christian Brauers unter anderem über die geplante Studienfahrt zur Gedenkstätte in das ehemaligen Konzentrationslager Kamp Westerbork im Juni 2018 und über die Auschwitzfahrt, welche gegen Ende der Ausbildung im Frühjahr 2019 stattfinden wird.

Zahlreiche Interessenten meldeten sich schon im Verlauf der Veranstaltung für die gemachten Angebote und knüpften Kontakt zu Frau Weyl, so dass die Arbeit am ZfsL Kleve „gegen das Vergessen“ ohne Zweifel weitergehen wird.

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