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Folkestone-Fahrt der Fachseminare Englisch und Erdkunde

Anfang April dieses Jahres hatten die angehenden Lehrerinnen und Lehrer der Fachseminare Englisch und Erdkunde die Gelegenheit, einige praktische Erfahrungen zum Thema „Organisation von Kursfahrten“ zu machen: Für vier Tage ging es per Bus ins südenglische (und überraschend sonnige!) Folkestone.

 

Tag 1

Das rote Backsteinhäuschen des Seminars in Kleve scheint etwas verlassen an diesem Morgen. Wo sonst gepaukt und reflektiert wird, ist an diesem Tag irgendwie keine Referendarsseele in Sicht. Kein Wunder – es ist Samstagfrüh. Nach und nach trudeln dann aber doch verschlafene wenngleich vorfreudig dreinschauende Gesichter ein. In der Wanderwoche des ZfsL ging es für einige von uns ins schöne Großbritannien.

Wir, also das Fachseminar Englisch von Herrn Dr. Stanetzky und das Fachseminar Erdkunde von Herrn Wenneckers, waren trotz der frühen Stunde voller Tatendrang. Fahrer Ludwig wartete schon ungeduldig, und unser schicker kleiner Mikro-Bus rollte los. Deutsche Autobahnen, belgische Autobahnen, französische Autobahnen und – der Ärmelkanal, stilecht mit der Fähre überquert! Als die Kreidefelsen näherkamen, merkten wir: Jetzt wird’s very British. Dies bestätigte sich dann auch, als wir in Folkestone in Kent ankamen: Der alte Kurort war so englisch wie man es sich nur wünschen konnte – verwinkeltes Hotel mit knarrenden Holztreppen inklusive. Der Tag war fortgeschritten, also blieb es heute bei einem kleinen Spaziergang am Meer, einem typisch englischen Dinner und –natürlich! –dem obligatorischen Pint im Pub.

 

Tag 2

Wanderschuhe geschnürt, Baked Beans und Bacon im Bauch und ab ging es auf die malerische Route durch die von Rosamunde Pilcher in etlichen Romanen besungenen grünen Hügellandschaften. Die Regenschirme konnten im Hotel gelassen werden – die Sonnencremetube von Herrn Stanetzky machte dagegen des Öfteren die Runde. Gesellige Gespräche, kleines Päuslein im Pub mit Pint und Pudding und abwechslungsreiche Aussichten machten die 18-Kilometer Wanderung zu einem Klacks für uns Hobby-Wanderer in Jeans. Wegen unseres flotten Schrittes blieb noch Zeit für einen Stopp im altehrwürdigen Canterbury. Kathedrale und Innenstadt bestaunt, Souvenirs geshoppt und müde ging es für die Reisenden zurück nach Folkestone ans Meer.

 

Tag 3

Geschichte stand auf dem Programm. Wir bewegten uns auf den Spuren Williams des Eroberers, der im Jahre 1066 England unter seine Herrschaft brachte. Beeindruckt folgten wir dem Verlauf der Schlacht per Audioguide: Auf dem Gelände der Schlacht nahe dem treffend benannten Ort Battle konnte man sich frei bewegen und durchaus eindrucksvoll nachvollziehen, wie die normannischen Ritter die englische Infanterie nach blutiger Schlacht schließlich überwinden konnten. Danach wurde es (für uns) friedlicher und kalorienreicher: Im pittoresken Rye gab es einen echten High Tea für uns, inklusive Scones, Clotted Cream, Sandwiches und supersüßen Torten. Gott sei Dank: Ludwig wartete schon und brachte uns sicher in unser vorübergehendes Zuhause.

 

Tag 4

Der letzte Tag brach schon an. Auf dem Programm stand noch einmal Wandern – entlang der weißen Klippen von Dover. Dramatisch ragten sie aus dem Meer in die Höhe – hier beginnt die englische Insel. Zwischenstopps für Erinnerungsselfies und Gruppenfotos inklusive! Diesmal war es neblig, was der Kletterei einen etwas melancholischen, nichtsdestotrotz stimmungsvollen Charakter verlieh. Beeindruckend bis zum Schluss: die Höflichkeit der Engländer. Die ist nicht nur Klischee: Hinter weißen Holzzäunen vor putzigen Häuschen stehend, ließen es sich die englischen Kleinstadtbewohner nicht nehmen, auch beim zwölften German traveller ein formvollendetes „Good Morning!“ hören zu lassen. Dann hieß es aber doch Abschied nehmen: Die Kreideklippen ließen wir hinter uns, Kleve lag vor uns.

 

-- Alles in allem, ein wirklich lohnenswerter Ausflug mit dem Fachseminar zur britischen Insel! Die Wanderungen, das Besichtigen von geschichtsträchtigen Stätten und das abendliche, gemütliche Beisammensein boten eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Und nicht zuletzt haben wir unsere Mit-ReferendarInnen einmal außerhalb des Seminargebäudes besser kennengelernt!

Von Wilma Kost und Christoph Seemann

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